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Warum HGÜ die unvermeidliche Wahl ist

Da die globale Offshore-Windindustrie in tiefere und größere Meeresgebiete vordringt, vollzieht sich in der Übertragungstechnologie ein tiefgreifender Wandel von HVAC zu HGÜ. Aufgrund ihrer äußerst geringen Langstreckendämpfung und hervorragenden Steuerbarkeit ist die HGÜ zur einzigen technischen Wahl für Tiefseeprojekte im Gigawatt-Maßstab geworden.

Die physischen Engpässe von HVAC

HLK-Seekabel erzeugen über große Entfernungen enorme kapazitive Ladeströme, die nicht nur den Platz für die aktive Stromübertragung verbrauchen, sondern auch zu Spannungsinstabilität führen. Um dies auszugleichen, müssen Plattformen riesige und teure Kompensationsausrüstung installieren, was Tiefseeprojekte finanziell unrentabel macht.

Kernvorteile der HGÜ

Bei der HGÜ fehlt im stationären Betrieb ein magnetisches Wechselfeld, sodass kein Ladestrom erzeugt wird; seine Stromtragfähigkeit kann zu 100 % für die Wirkleistung genutzt werden. Die fortschrittliche VSC-HGÜ-Technologie macht sperrige Wechselstromfilter überflüssig und reduziert so die Stellfläche und das Gewicht von Offshore-Plattformen erheblich.

Wirtschaftlicher Break-Even und Zukunftstrends

Obwohl die HGÜ hohe Anfangsinvestitionen aufweist, verschafft ihr ihr extrem geringer Betriebsaufwand ab einer Distanz von 50–120 km einen absoluten Vorteil bei den Gesamtstromgestehungskosten. Bedeutende Projekte wie das chinesische Rudong (1100 MW) und die britische Dogger Bank (3600 MW) haben diese Technologie erfolgreich eingesetzt. Die Branche schreitet nun rasch in Richtung 525-kV-Ultrahochspannungs- und Multi-Terminal-DC-Netze (MTDC) voran, um systembedingte Ausfallzeiten zu reduzieren.

FAQ

F1: Warum können Offshore-Windkraftanlagen nicht herkömmliche Onshore-Wechselstromübertragungslösungen nutzen?

A: Die Onshore-Übertragung erfolgt über Freileitungen mit geringer Kapazität. Offshore-Windenergie erfordert erdverlegte Unterseekabel, deren hohe Kapazität dazu führt, dass der Wechselstrom über große Entfernungen durch massive Ladeströme überlastet wird. Somit ist eine Gleichstromübertragung zwingend erforderlich.

F2: Werden riesige Offshore-HGÜ-Konverterstationen dem Meeresökosystem schaden?

A: Magnetische und visuelle Störungen sind minimal. Konverterplattformen erzeugen jedoch enorme Wärme und aktuelle Kühlsysteme mit offenem Kreislauf geben warmes Wasser ab, das die lokalen Temperaturen verändern kann. Um dieses Problem zu lösen, beschleunigt die Branche die Kommerzialisierung von Kühlsystemen mit geschlossenem Kreislauf.